Erinnerungen an den Jakobsweg 2007
Vorgeschichte
Anfang August 1999 waren wir bei einem Kongress in Atlanta/USA. Unser Flugzeug hatte eine Panne und wir mussten die Nacht in einem Hotel in Atlanta und den nächsten Tag am Flughafen verbringen. Ich schmökerte in der Buchhandlung am Airport um Lesestoff zu finden. Ich entdeckte deutschsprachige Taschenbuch. Es war von Paul Coelho „Auf dem Jakobsweg“ und las es vom Anfang bis zum Ende. Meine Neugierde, für diese Landschaft und den Weg, war geweckt. Nach einem Gespräch mit Ingolf habe ich die Idee ganz tief in mir vergraben.
Vor einigen Jahren gingen Freunde von uns, ein Ehepaar, von ihrem Wohnort in Niederösterreich weg bis nach Santiago de Compostela. Sie erzählten uns ihre Eindrücke, Erlebnisse, Freud und Leid in diesen 6 Monaten. Ich wusste sofort, das mache ich auch.Ich wartete, bis für mich der richtige Zeitpunkt kam. Im Herbst 2006 stand es für mich fest: Ich mache mich auf den Weg! Heute, am 15. Juni 2007.
Fr 15.6.07
Anreise
Abflug am Vormittag von Wien/Schwechat über Palma de Mallorca mit der „Air Berlin“ nach Bilbao. Der Abflug in Wien war pünktlich, jedoch in Palma war der Weiterflug um eine halbe Stunde verspätet. Brauchte aber unbedingt den Flughafenbus in die City erreichen, um den Bus nach Pamplona zu bekommen.
Die Gepäckausgabe in Bilbao verzögert sich und ich renne dann mit meinem Rucksack hinaus vor das Flughafengebäude. Welcher ist der Bus in die Stadt? Intuitiv finde ich den richtigen. Ich habe noch nicht einmal die Fahrkarte in der Hand, da fährt er schon los.
Rucksack 9 Kilo – wackeliger Bus - schaffe ich es mich niederzusetzen. Die Fahrt dauert etwa 35 Minuten bis zum Busbahnhof. Wo ist der Bus nach nach Pamplona? Obwohl ich keine Spanisch spreche komme ich gut zurecht. Auch mit dem etwas fremden System. Man muss zuerst zum Kartenschalter; dort bekommt man die Karte mit der Busnummer, der Abfahrtszeit und dem nummerierten Sitzplatz. Dann erst kann man zum Autobuschauffeur gehen und ihn bitten, den Rucksack hineinzugeben. Was er allerdings nicht tut. Ich muss es selber machen. Dabei schlage ich mir gleich zweimal meinen Kopf an der hochgeklappten Tür an. Ich bekomme eine Beule bzw. eine kleine Platzwunde. Tut fast eine Woche weh. (Dasselbe Spielchen, nur in umgekehrter Reihenfolge, wiederholt sich, als ich in Pamplona meinen Rucksack wieder heraushole: auch wieder ein Stoß auf dieselbe Stelle.)
Mit Schrecken komme ich nach dem Einladen darauf, dass ich meine Wanderstöcke nicht habe. Also sind sie im Flughafenautobus geblieben. Ein Blick auf die Uhr sagt mir: ich kann noch nach dem Bus Ausschau halten. Ein rascher Lauf rund um den Platz. Der Airport-Autobus ist nicht zu finden. Also was soll’s, muss ich eben ohne Stöcke gehen.
Kaum sitze ich im Bus und schaue beim Fenster hinaus, was sehe ich? Den Bus mit meinen Stöcken!
Fahrt nach Pamplona etwa zwei Stunden . Wo ist die Herberge? Mit einer Mischung von Spanisch/Englisch und meinem Handbuch bekomme ich eine Auskunft, die ich allerdings nicht verstehe. Ich bin jedoch guten Mutes und mache mich auf die Suche nach meinem Nachtquartier. Bald bin Ich in der Altstadt, an einem wunderschönen Platz mit vielen Menschen und stelle mit Schrecken fest, es ist 8 Uhr abends. Ich habe Hunger und Durst, also brauche ich ein Geschäft. Mein Stoßgebet wird erhört . Ich komme an einer Markthalle, Mercado Santo Domingo vorbei, in der noch ein Supermarkt offen hat. Rasch kaufe ich mir Brot, Käse und Wasser.
Das letzte Stück ist etwas erschwert zu überwinden. Es ist ein großer Platz mit Stufen hinauf. Dieser wird zur Zeit dort renoviert und betoniert. Prompt steige ich in eine Betonpfütze. Am Ende der Stufen ist ein Museum, schräg gegenüber eine Kirche und dazwischen ein scheußliches Haus. Ich begegne gerade einem Fußgänger und vergewissere mich, ob dieses Haus die Herberge ist. Leider, sie ist es!
Drinnen ist schummriges Licht von einer sehr schwachen Glühbirne nur in der Fassung. Ein alter Mann sitzt an einem Tisch. Zum erstenmal hole ich meinen Pilgerpass aus der Tasche, bekomme den Stempel. Eine Art Meldezettel muss auch noch ausgefüllt werden. Nach einem Obolus von 4 Euro zeigt er mir den Weg hinauf in den ersten Stock und in ein Zimmer. Erklärt mir vage, wo Dusche und WC sind, und schlurft von dannen.
In dem Zimmer sind drei Stockbetten. Eines davon ist schon belegt. ich nehme das untere Bett vom Stockbett, gleich rechts neben der Türe. Schön. dass das Zimmer ein großes Fenster hat. Ich richte mich auf meinem Bett häuslich ein. Esse vom Käse, der furchtbar trocken ist, und trockenes Brot dazu. Zum Glück habe ich genug Wasser zum Nachspülen. Eine rasche Abendtoilette und ich schlüpfe in meinen Schlafsack. Meine kleine Tasche mit Geld, Reisepass etc. nehme ich in den Schlafsack mit hinein. Man weiß ja nicht!
Schon im Einschlafen, kommt noch eine Frau zu uns ins Zimmer und legt sich ins Bett über mir. Obwohl ich nicht viel gegangen bin war der Tag eigentlich anstrengend. Ich schlafe ich sofort ein.
Gebühr für die Herberge € 4.--.
Sa 16. Juni 07 / 1. Etappe
Pamplona/Iruña nach Uterga
6 Uhr früh! Erschrocken fahre ich in die Höhe. Tagwache! Im Haus wird das Licht aufgedreht. Draußen ist es noch nicht wirklich hell. Also raus aus dem Schlafsack, geschwind ins „Badezimmer“, Waschen zum Munterwerden. Anziehen, Schlafsack zusammenrollen, restliche Sachen wieder einpacken, Schuhe anziehen. So in etwa das tägliche Rituale. Für erste noch etwas neu, doch nicht fremd! Bevor ich das Zimmer verlasse - ich bin die Erste -, noch einen Blick aufs Bett, unter das Bett, ob ich ja alles eingepackt habe. Rucksack geschultert und hinaus aus der Herberge.
Eine Stunde später. Der frühe Morgen ist angenehm kühl, jedoch nicht kalt. Es ist noch etwas bewölkt, schaut aber nicht wirklich nach Schlechtwetter aus. Ich möchte noch eine Nacht in Pamplona bleiben, muss aber aus der Herberge. So nehme ich den gleichen Weg, den ich gestern gekommen bin, zurück in die Altstadt. Der Beton ist mittlerweile trocken.
Pamplona ist die Hauptstadt Navarras und durch und durch baskisch. Es ist auch ein wirtschaftliches Zentrum und bekannt durch die berühmteste Fiesta Spaniens: Sanfermines (Stierrennen durch die Straßen) !
Die Müllabfuhr ist unterwegs, die Strassen werden mit Wasser abgespritzt. Offensichtlich fand gestern ein größeres Fest statt. Ich fotografiere ein wenig und bin auf der Suche nach einem Frühstück. Es ist jedoch noch alles geschlossen, menschenleer und still. Wenn schon kein Frühstück, dann vielleicht ein schönes Fotomotiv? Ich finde es! Es ist ein Wegweiser des Camino!
Plötzlich sind mir die schönen Häuser und Sehenswürdigkeiten egal. Ich muss gehen! Vom Zentrum hinaus in Richtung Zitadelle. Da begegne ich meiner „Bett-Schwester“. Die Frau, die im Bett über mir lag. Ihr geht es wie mir. Ebenfalls auf der Suche nach einem Frühstück. Also suchen wir gemeinsam.
Sie heißt Marina, kommt aus Verona, ist Dozentin für orientalische Philosophie, kann etwas Deutsch und hat ein Zweit-Haus am Lago Maggiore.
Eigentlich wollte ich alleine gehen, und jetzt das! Später zeigt es sich, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn man zu zweit ist. Der Weg ist stellenweise recht anspruchsvoll.
So gegen 9:30 sind wir in Cizur Menor (4,7 km). Hier frühstücken wir! Eine halbe Stunde später setzen wir unseren Weg fort. Dieses kleine Dorf ist schnell durchquert. Der Weg geht nach Süden stetig bergauf, weiter bis zum nächsten Dorf.
Es gibt immer wieder schöne Fotomotive und Windräder zu sehen. Nach etwa zwei Stunden hat Marina die erste Blase auf der Ferse. Ich helfe ihr mit Blasenpflaster aus, und wir marschieren weiter. Gegen 11:30 kommen wir durch den Ort Zariquiegui, der außer einer spätromanischen Kirche (die geschlossen ist) nichts bietet. Doch: einen Brunnen mit frischem Wasser! Nach einer kurzen Rast geht es weiter. Marina leidet schweigsam. Mittlerweile hat sie auch auf der anderen Ferse eine Blase. Noch habe ich genug Blasenpflaster! Der Weg wird immer schmäler, steiniger und steiler. Da passiert etwas, was ich mir nie hätte vorstellen können. Ich bekomme in meinem rechten Bein Krämpfe. An verschiedenen Stellen. Ich beiß die Zähne zusammen, weiter!
Zu meinem Glück ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Vorher ist noch eine Wasserquelle (Fuente de Reniega – Quelle der Abkehr).
Zu dieser Quelle gibt es folgende Legende: Ein Durst leidender Pilger kommt von Pamplona den Berg herauf. Ihm erscheint im Pilgergewand der Teufel und bietet ihm Wasser an, wenn er seinem Glauben abschwört. Der Pilger soll lieber bereit gewesen sein, den Tod zu erleiden, als Santiago erscheint und ihn zur erwähnten Quelle führt.
Ich hole meine leere Wasserflasche heraus, schütte das Zaubermittel Magnesium hinein. Schmeckt sehr erfrischend und wirkt. Meine Krämpfe lassen nach. Die Flasche wird wieder aufgefüllt.
Am Gipfel war früher ein Pilgergasthaus und eine Kapelle zur Erinnerung an die „Liebe Frau vom Perdón“. Heutzutage hat die Asociación De Amigos Del Camino De Navarra eine eiserne Pilgergruppe gebaut mit der Inschrift „Wo sich der Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt“. Von diesem Platz ist die Aussicht spektakulär: Wenn man zurück blickt, schaut man in Richtung Pamplona und die Pyrenäen, und nach vorne in die Ebene und zu den Dörfern.
Sechs Stunden haben wir von Pamplona weg bis zur Passhöhe gebraucht!
Doch nun geht es abwärts! Der Weg ist steinig, viel Geröll, steil bergab, fast steiler als bergauf und mühsam zu gehen. Endlich um etwa 3 Uhr Nachmittag kommen wir nach Uterga.
An Ende des Ortes ist eine nette, saubere Herberge, in der wir auch etwas zu essen bekommen. Wir bestellen unser erstes Pilgermenü, das uns ausgezeichnet schmeckt. Die 10 Euro für die Herberge lohnen sich wirklich. Gutes Bett, sauberes, großes Zimmer, saubere Dusche!
Vor dem Schlafengehen machen wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort. Es gibt noch einige, schöne alte Häuser, manche wurden restauriert. Die Kirche ist leider zugesperrt.
Marina wollte ursprünglich bis Puente la Reina gehen. Sie hat aber doch eingesehen, dass es besser ist rechtzeitig aufzuhören. 8 Stunden sind für den ersten Tag genug.
BILDER:
Jak-01-Pamplona - Stiere
Jak-01-Stadttor
Jak-01-Karawane-Windräder
So 17. Juni 07 / 2. Etappe
Uterga nach Cirauqui
Um 7 Uhr gehen wir von der Herberge weg. Anfangs ist es nur bewölkt, doch kurze Zeit später beginnt es zu regnen. Wir wählen den Weg über Muruzábal nach Santa Maria de Eunate. Die Kirche von Eunate ist ein Kleinod am Jakobsweg. Seit 800 Jahren liegt sie allein, abseits der Strasse, zwischen Feldern und Wiesen. Die Form ist ungewöhnlich: Statt eines länglichen Kirchenschiffes bildet sie ein etwas unregelmäßiges Achteck. Möglicherweise wurde es von den Rittern des Templerordens gebaut, als Nachbildung der Grabeskirche in Jerusalem. Leider ist die Kirche zugesperrt!
Wir gehen über Obanos, fast hätten wir den falschen Weg genommen. Endlich eine Gelegenheit für ein Frühstück. Auf unserem Weg weiter in Richtung Puente la Reina begegnen wir einer Pilgergruppe aus Süddeutschland. Sie sind mit einem Autobus unterwegs und gehen immer wieder einige Kilometer zu Fuß. Es sind solche Wege, wo auch Behinderte mitgehen können. Es fängt wieder zu regnen an. Gott sei Dank ist am Ortsanfang von Puente la Reina gleich eine Kirche. Es ist halb 12 h und Gottesdienst. Wir bleiben bis zum Schluss. Nach dem Gottesdienst sehen wir uns die Kirche und die Stadt an.
Am Ortsanfang zeigt ein Pilgerdenkmal den Platz, wo damals die Pilger aus Roncesvalles und die aus Somport zusammentrafen. Es wird gesagt, dass die Pilger sich nicht nur trafen, sondern auch umarmten.
Es sind viele Leute in der Stadt! Wir durchqueren die Stadt und gehen über die Brücke. Noch einige Fotos von Puente la Reina, und weiter geht es auf dem markierten Weg. Leider fängt es wieder zu regnen an. Rasch huschen wir in ein offenes Tor, um vor dem Regen geschützt zu sein. Dann bemerke ich, dass gegenüber eine Kirche ist, in der Licht brennt. Schnell laufen wir hinüber und gehen hinein. Auch hier ist Gottesdienst, allerdings sind sie erst beim Evangelium. So kommen wir zu einer „kompletten“ Messe.
Hier können wir wenigstens sitzen und den Rucksack runter nehmen. Der Regen prasselt nur so herunter, ein richtiger Wolkenbruch. Die Kirche ist eine Ordenskirche mit Klausur für Frauen: Commondadoras St. Spiritus.
Für mich noch eine Besonderheit: Eine junge Frau war mit 6 Kindern (!) im Gottesdienst - 4 Mädchen und 2 Buben. Ein Baby war noch zu Hause. Hut ab! Es sind auch noch andere Eltern mit ihren Kindern da.
Das Kirchenschiff ist ziemlich lange und der Eingang ist am hinteren Ende der Kirche. Dort sitzen die Familien mit den Kindern auf schmalen Bänken. Sie können sich gut bewegen und stören die anderen Kirchenbesucher nicht. Nachdem der Gottesdienst aus ist, werfen die Nonnen für die Kinder Süßigkeiten von der Empore (Klausur).
Um 13 Uhr gehen wir wieder weiter. Aber das war gar nicht so einfach. Der Weg ist durch den heftigen Regen vermurt und schlammig. Tiefrote Erde. Es ist wirklich schwer zu gehen, besonders bergauf. Zum Glück gibt es immer wieder Sträucher, an denen man sich hochziehen, oder festhalten kann. Für die Strecke von etwa 4,5 km - bis Maneru brauchen wir 2 ½ Stunden. Für die restlichen 2,3 km nach Cirauqui brauchen wir weitere 2 Stunden. Die Feldwege sind tief und aufgeweicht und unsere Schuhe schwer von der Erde.
Wir kommen glücklich, aber müde um 17 Uhr in der Herberge von Cirauqi an.
Ein besonderer Service: Die Kirche hat an der Rückseite, mit Sicht zur Herberge, einen Brunnen mit fließendem Wasser und eine Reibbürste, zum Schuhe waschen. Ist wirklich notwendig! Die Herbergsmutter gibt uns auch Lederfett, damit wir anschließend die Schuhe pflegen können. Das Abendessen ist vorzüglich, leicht italienisch: Salat, Spaghetti, Polpetti Paradeissoße und Eis.
Hier treffen wir Gianna, eine Italienerin, die in Bad Homburg lebt und ein Restaurant hat.
Herberge 8 €, Essen 10 €.
BILDER:
Jak-02-Eunate
"Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt." (Sprüche 16,9)
Jak-02-PuenteReina
Jak-02-gatschigerWeg
Jak-02-Schuhe
Mo 18. Juni 07 / 3. Etappe
Cirauqui nach Villamajor de Monjardin
Zu dritt gehen wir um ½ 8 Uhr von der Herberge weg. Auf guten Feldwegen und bei schönem Wetter gehen wir bis Lorca, wo wir uns ein Frühstück gönnen. Eine schöne Piste mit herrlichen Feldblumen am Wegrand führt uns nach Villatuerta. Auch Caballeros (Pilger zu Pferde) treffen wir auf dem Weg. Nach einer kurzen Pause geht weiter bis Estella.
Estella war eine wichtige Stadt auf dem Pilgerweg nach Santiago. Voller Monumente im romanischen Stil, wurde die Stadt von den Pilgern Estelle la Bella - „Estella die Schöne“ - genannt.
Man könnte wirklich viel ansehen, allerdings nicht in der Mittagszeit. Bei einem schönen Brunnen, vor dem Justizpalast, machen wir Mittagsrast bis ½ 3 h. Der Weg führt uns weiter über Feld und Flur. Einen kleinen Umweg machen wir, um der Weinkellerei „Bodegas Irache“ mit „Weinbrunnen“ (rotem und weißen Wein) sowie einem Wasserbrunnen, einen Besuch abzustatten. 100m weiter ist das gleichnamige Kloster „Irache“. Etwas gestärkt quälen wir uns auf schönen Feldwegen und weniger schönen Straßenwegen bis zum Abend (18 Uhr) bis nach Villamajor de Monjardin. Die Herberge ist sehr einfach – man kann auch spartanisch dazu sagen. Ein altes Haus mit kleinen Räumen, noch kleineren sanitären Anlagen. Die Herberge wird von einer holländischen spirituellen Gruppe geführt. Es gibt ein gemeinsamen Abendessen. Vorher wird noch das Johannesevangelium im Kleinformat ausgeteilt und vor dem Essen gemeinsam gebetet. Es gibt auch nach dem Abendessen Gelegenheit, sich mit anderen über die Bibel auszutauschen.
Wir sind in einem Zimmer mit 6 Betten untergebracht, etwa 15 m⊃2;. Es kommen noch drei Deutsche, 2 Männer und 1 Frau zu uns ins Zimmer. Wir müssen die Türe zum Gang offen lassen, sonst haben wir zu wenig Luft. Einem der Männer bin ich später wieder begegnet, er ging allein. Wider Erwarten schlafe ich gut.
Herberge und Essen € 16.--
BILDER:
Jak-03-WegVillatuerta
"Alles beginnt mit der Sehnsucht" (Nelly Sachs)
Jak-03-Estella Brunnen
Jak-03-Bodegas-Irache
Di 19. Juni 07 / 4. Etappe
Villamajor nach Torres del Rio
Wir verlassen um etwa 8 Uhr nach einem kargen Frühstück (im Preis inbegriffen) die Herberge.
Der Weg nach Arcos ist landschaftlich wunder- schön und fast erholsam. Am Rand finden sich öfters Pilgermännchen aus Stein. Um die Mittagszeit kommen wir in Arcos an. Nach einer Stunde Rast gehen wir weiter. Zuerst will ich in Arcos bleiben, überlege es mir dann aber anders und gehe noch bis Torres del Rio mit Marina und Gianna. Nach einer herzlichen Verabschiedung suche ich die Herberge. Es ist 3 Uhr Nachmittag, die Sonne scheint und die Herberge – Casa Mari – ist nach der gestrigen Nacht ein Paradies. Im Zimmer sind 4 Stockbetten, also für 8 Leute. Dazu gibt es für jeden einen Kasten, in den der Rucksack hineinpasst und der zum zusperren ist. Es gibt hier schöne heiße Duschen, einen ordentlichen Platz um Wäsche zu waschen und auch genügend Leinen um sie aufzuhängen. In den ersten Stock kommt man über eine Stiege und sozusagen vor dem Zimmer ist die Terrasse mit schönem Ausblick auf die Kirche und Umgebung. Die Sonne scheint warm und die Wäsche kann gut trocknen. Ich spaziere in den Ort, kaufe mir etwas fürs Abendessen und genieße den Ausblick in Ruhe auf der Terrasse. Richtig erholsam! Ich treffe Peter aus Deutschland, der mindestens das sechste Mal auf dem Jakobsweg ist. Er war auch schon eine Zeit als Herbergsvater auf dem Camino. Außerdem ist da noch eine kleine Koreanerin Suy (klein von der Körperlänge). Sie ist auf einem Europa-Trip und nimmt noch schnell den „Camino“ dazu. Ich begegne ihr einige Male auf dem Weg. Zum letzten Mal in Santiago im Pilgerbüro, wo ich ihr noch eine gute Heimreise wünschen kann.
Nach 4 Tagen hat sich das Gewicht meines Rucksacks verringert. Mir fehlt einiges von meiner Wäsche. Vergessen, verloren ?? Es geht auch mit weniger. Unwahrscheinlich, wie genügsam man wird: beim Essen, beim Gewand, mit dem Reden. Es ist gut so, dass ich jetzt allein gehe!
BILD:
Jak-04-Casa Mari
Mi 20. Juni 07 / 5. Etappe
Torres nach Navarrete
Um 6 Uhr aufgestanden. Mein Rucksack ist gepackt bis auf den Schlafsack, die Hausschuhe und das Nachtgewand. Das ist schnell erledigt und ich kann wieder weiter gehen. Zum erstenmal sehe ich auf dem Jakobsweg die aufgehende Sonne. Ein wahres Geschenk. Heute gehe ich tatsächlich das erste Mal ganz allein.
Eine neue, schöne Erfahrung. Ich kann stehen bleiben, schauen, staunen, riechen, fotografieren – was ich will. Muss nicht hinterher laufen, muss nicht warten. Brauche keine Übersetzungen, damit ich von der Unterhaltung von Marina und Gianna etwas verstehe. Wirklich frei! Die 11 km nach Viana gehe ich in drei Stunden. Drei wunderschöne Stunden an Weingärten vorbei, wogenden Getreidefeldern, über Berge und durch Täler – ein fruchtbares Stück Erde. Die Natur geizt hier nicht mit ihren Schönheiten, ob es Pflanzen sind oder Tiere.
In Viana wollte ich mir einen Stempel holen, leider war die Herberge schon zugesperrt. So mache ich mich wieder auf den Weg nach Logrono. Logrono ist die Hauptstadt der spanischen Region La Rioja, aber unbedeutend. Außer wenn es um Wein geht. Die Rioja ist das wichtigste Weinbaugebiet Spaniens. Schon seit dem Mittelalter.
In Logrono bin ich Marina und Gianna, sowie auch Peter und Suy begegnet. Ein Holá und man geht seines Weges.
Es ist erst Mittag, die Herberge ist geschlossen. Ich gehe ich weiter bis Navarrete!
Von Logrono führt der Weg hinaus im Zick-Zack durch ein Industriegebiet. Nachdem man die Schnellstraße durch einen Tunnel unterquert hat, kann man recht flott auf einem asphaltierten Wanderweg bis zum Stausee Pantano de la Grajera gehen. Nach dem vorherigen Stück neben der Straße, sehr erholsam. Dieses Gelände am Stausee ist auch Naherholungsgebiet für Logrono. Es ist wirklich schön und weitläufig.
Das kann man vom weiteren Weg nicht sagen. Er zieht sich dahin. Großteils neben der Strasse. Es gibt wohl Weingärten aber sehr viele hohe Zäune. Bevor man nach Navarrete in die Stadt geht, kommt man an den Ruinen des Pilgerhospitals San Juan Acre vorbei. Sie stammen aus dem 12. Jh und sind recht eindrucksvoll.
Ich komme zu einer guten Zeit zur Herberge. Etwa gegen 4 – ½ 5 h. Zu dieser Zeit sind die Duschen noch nicht so frequentiert.
Nachdem ich mich wieder „organisiert“ habe und mit Duschen, Umziehen etc. fertig bin, erkunde ich die nähere Umgebung.
Gleich neben der Herberge, die im übrigen von freiwilligen, älteren Damen geführt wird, gibt es eine „Bar“. Gut zu sitzen und dem Treiben vor der Herberge zuzusehen. Ich bleibe nicht lange allein. Man trifft immer wieder Bekannte. Heute begegne ich zum ersten Mal einem alten Mann aus Deutschland. Er hat seine Geige mit. Das Geige spielen hat er sich selbst beigebracht. Ich komme mit ihm ins Gespräch und wir reden über Gott und die Welt. Es war richtig schön!
Im Laufe des späten Nachmittags bzw. frühen Abend sind noch einige Bekannte eingetroffen: Marina und Gianna, in ihrem Schlepptau ein Franzose, den ich auch schon von vorigen Etappen kenne. Leider merke ich mir viele Namen nicht und ich habe sie auch nicht aufgeschrieben. Wir wollen im Freien Abend essen, doch ein plötzlich einsetzender Regen macht uns einen Strich durch die Rechnung. Also übersiedeln wir in den Gastraum. Es ist ein lustige, bunt gemischte Gesellschaft, die zum Abendessen beisammen sitzt. Das Essen ist gut und preiswert. Ich gehe um etwa 21.30 h hinüber in die Herberge. Bevor ich mich schlafen lege, schaue ich noch aus dem Fenster – ein Blick und rasch den Fotoapparat geholt –ein Regenbogen scheint aus den Wolken heraus.
Herberge: Spende!
BILD:
Jak-05-San Juan
Do 21. Juni 07 / 6. Etappe
Navarrete nach Nájera
Um 7 Uhr gehe ich aus der Herberge. Es ist noch etwas kühl, aber nicht unangenehm. Einige Deutsche haben ein Auto für ihr Gepäck geordert. Die Rucksäcke sind ihnen zu schwer, so haben sie heute Marscherleichterung und können besser auf den Putz hauen.
Ich bin fast allein auf der Piste. Zwei oder drei Pilger haben mich überholt. Die Landschaft ist wunderschön und abwechslungsreich. Viele Weingärten, Getreidefelder mit Mohn- und Kornblumen.
Manchmal geht die Piste auch neben der Autobahn, an der fleißig weitergebaut wird.
Die Wege sind sehr unterschiedlich, aber doch recht anstrengend. Entweder hinauf oder hinunter. Mit dem Essen gibt es keine Probleme. Manchmal kann ich mir ein Frühstück kaufen, manchmal gibt’s keines, je nach Gelegenheit. Regelmäßiges Mittagessen habe ich eigentlich selten, und wenn doch, dann ist es meist so spät, dass es dann gleich mein Abendessen ist. Allerdings habe ich immer einen Apfel, Banane oder sonst ein Stück Obst und Müsliriegel im Rucksack.
Wirkliche Sehenswürdigkeiten ansehen ist schwierig. Entweder ist es zu früh und es ist geschlossen, oder ich bin schon zu müde. Ich nehme es, wie es kommt. Ich sehe mir an was möglich ist.
Heute bin ich wieder flott unterwegs. Nájera ist eine wunderschöne Kleinstadt in der Region Rioja. Der Name kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Ort zwischen den Felsen“. Im 10. und 11. Jh. war die Stadt zeitweise Sitz der Könige von Navarra. Bekannt ist es auch heute noch durch das ehemalige Benediktinerkloster Santa María la Real, das wirklich einen Besuch wert ist. Auch hier sind die Störche zu Hause, wie schon in so manch anderer Stadt. Die Gehsteige sind sehr sehr schmal. Platz ist für maximal eine Person, meistens ist es noch enger. Auf dem Weg in Richtung Herberge geht man über einen Fluss der einen schon vom Ansehen erfrischt.
Ich komme zur Mittagszeit bei der Herberge an. Zum Glück ist der Herbergsvater noch da. Er hat seine Arbeit beendet und will zum Mittagessen gehen. Freundlicherweise darf ich meinen Rucksack einstellen und vorher auch noch meine Schuhe wechseln. So kann ich besser in der Stadt herumspazieren. Habe leider vergessen ein Foto von der Herberge zu machen. Sie hat ein schönes Mosaikbild an der Außenfassade.
Die Herberge ist einfach – Spende. Ein einziger, großer Raum mit 92 Schlafstellen. Ich habe bis jetzt mit den Betten immer Glück gehabt. Heute habe ich mit Nr. 33 angeblich das beste Bett bekommen. Auf jeden Fall ist die Schlafstelle unten, und der Weg zu Dusche und Toilette nicht weit. Es gibt auch eine Küche, aber die brauche ich nicht.
In Sachen Einkauf ist mir eine kuriose Geschichte passiert: Ich wollte nicht zu viel Brot haben. Das Baguette schien mir zu hart. Da sehe ich ein Paket mit 6 flachen Laibchen aus hellem Mehl. Das kaufe ich mir. Als ich in der Herberge esse, stellt es sich heraus, dass diese Laibchen aus Biskuit sind. So esse ich Salami mit Biskuit. Es war nicht so schlecht und erspart mir ein Abendessen erst gegen 20 Uhr.
Ich habe viel Zeit. Es ist Mittagsruhe und nur wenige Menschen sind auf der Strasse. Es ist schön warm und sonnig. Nachdem ich genügend Zeit habe um etwas zu unternehmen, schaue ich meinen Rucksack auf unnötige Dinge durch. So wird mein Rücksack leichter. Zuerst besorge ich mir auf dem Postamt (noch vor der Mittagspause) eine Paketschachtel. In diese packe ich die aussortierten Sachen. Als das Postamt wieder offen ist schicke ich das Paket nach Hause. Es ist nicht einfach dem Postbeamten zu erklären was ich möchte, doch zuletzt war alles bestens. Das Paket ist wirklich angekommen.
Nachmittags besuche ich das Kloster Santa Maria la Real de Nájera. Äußerst sehenswert!!! Habe viel fotografiert.
Was mir so durch den Kopf geht !?
Oft hat man so einen Fülle von Farben: das Rot vom Mohn, das Weiß der Pusteblume, das Gelb vom Ginster die verschiedensten Grüntöne und noch viel, viel mehr. Die verschiedenen Arten von Weinstöcken und sonstigen Bäumen nicht zu vergessen. Das Vogelgezwitscher ist ein ganz toller Sound. Leider kenne ich die Vögel nicht so gut.
Im Großen und Ganzen geht es mir sehr gut. Vor allem tagsüber, wo es immer wieder etwas zu schauen, zu staunen oder zu hören gibt. Und natürlich auch dann, wenn man jemanden trifft, mit dem man reden kann. Besonders in deutscher Sprache. Wenn der sprachliche Austausch nicht einmal mehr in Englisch funktioniert, dann ist das manchmal schon deprimierend. Aber das war mir von Anfang an klar, dass es so sein kann.
Körperlich fühle ich mich auch recht gut. Es ist angenehm, wenn ich nach meinem Tagespensum den Rucksack von den Schultern nehmen kann, aber tagsüber stört er mich nicht wirklich. Seit ich Einiges nach Hause geschickt habe, ist der Rucksack auch etwas leichter. Man spürt es tatsächlich. Aber eine heiße Dusche am Abend wirkt da wahre Wunder. Eines ist jetzt etwas unangenehm: offensichtlich habe ich mein rechtes Bein überanstrengt bzw. das linke ist auch etwas beleidigt. Ich denke, es liegt am Oberschenkelgelenk. Ich werde etwas langsamer gehen. Es ist ja auch zu dumm, wenn ich dann vor der verschlossenen Herberge stehe, weil es noch zu früh ist. Mit dem Rucksack aber vielleicht noch zwei Stunden und mehr in der Stadt herumspazieren, ist auch nicht so lustig. Da geh ich lieber langsamer. Ich werde es probieren, vielleicht funktioniert das so.
Morgen gehe ich weiter nach Santo Domingo da la Calzada. Das sind etwa 22 km.
BILDER:
Jak-06-StaMariaReal
"Wo Neugier und Offenheit sind, werden wir mehr finden, als wir gesucht haben, und manches mit neuen Augen sehen". (Benedikt Ambacher)
Jak-06-Najera
- Königsgruft
Fr 22. Juni 07 / 7. Etappe
Nájera nach St. Domigo de la Calzada
Einige gehen schon um 5 Uhr früh weg und sind ziemlich laut. Ich bin munter und kann nicht mehr einschlafen. so stehe ich um ½ 6 Uhr auf und ziehe mich leise an. Bis 6 Uhr muss ich warten. Ab da darf man die Herberge verlassen. Um 7:30 leiste ich mir ein Frühstück in Azofra. Meist ist es Tee mit Zitrone,1 Glas frisch gepresster Orangensaft und ein Croissant oder so etwas ähnliches. Was eben die Bar hat. Dort treffe ich wieder Gianna, Marina und den Franzosen. Es ist sicher nicht das letzte Mal.
In Azofra steht ein Schandpfahl – La Picota Säule! Davon habe ich auch ein Bild. Der Weg ist sehr unterschiedlich. Zum Teil sehr eben und dann wieder ein ziemliches auf und ab. Es ist heiß, sonnig und weit und breit kein Schatten. Schön ist nur immer die Auflockerung durch die Pflanzenvielfalt, durch Felder, Weingärten und einmal eine größere Anbaufläche mit Hopfen. Ich bin froh, dass dieser Tag geschafft ist. Es ist manchmal schon ziemlich einsam.
Um ¼ 1 bin ich in der Herberge in St. Domingo. Es ist ein Kloster der Zisterzienserinnen. Als Herberge leider sehr heruntergekommen. Am liebsten würde ich woanders hingehen. Ich schaue, ob ich Blasen habe, zum Glück habe ich keine. Das ist sehr gut. Außerdem tun mir die Hüften, die Oberschenkel, aber auch die Schienbeine weh. Ich werde Sonntag Rast machen!
Nach einer wohltuenden und erfrischenden Dusche sieht alles wieder anders aus. Ich bleibe. Ich trinke zu wenig! Mir fehlt wahrscheinlich in erster Linie Wasser. Deswegen bin ich so kaputt. Als ich mich etwas erholt habe gehe ich die Stadt. Die Kirche und der dahinterliegende Platz sind sehr groß. Die Kirche hat innen ein Gitter und das ist leider geschlossen, warum weiß ich nicht. So sehe ich den Hahn nur von der Ferne, abergekräht hat er nicht.
Das Hühnerwunder:
Ein Pilgerpaar aus Xanten mit seinem 18-jährigen Sohn machte Rast in der Herberge von Santo Domingo. Die Wirtstochter verliebte sich in den jungen Deutschen, der sie aber verschmähte. Aus Zorn schmuggelte sie Silberbecher in das Gepäck der Pilger und meldete den "Diebstahl" dem Richter, der das Urteil verkündete: Tod durch Erhängen.
Ehe die Eltern weiter nach Santiago pilgerten, wollten sie Abschied von ihrem Sohn nehmen. Dort aber hörten sie die Stimme des Gehängten, dass er lebe und man ihn abnehmen solle. Die Eltern liefen sofort zum Richter, der am Tische vor gebratenen Hühnern saß und sagte: "Euer Sohn ist so tot wie die Gebratenen, die ich jetzt verspeisen möchte".
Da begannen Hahn und Huhn mit den Flügeln zu schlagen und davon zu fliegen. Man schnitt den noch lebenden Jungen vom Galgen und hält zu seinem Gedenken seither immer einen lebenden Hahn und ein Huhn in der Kathedrale!
Auf meinem Stadtspaziergang finde ich auch das Postamt. So bekommt Ingolf wieder einen „Brief“ geschickt. Jedenfalls spüre ich das geringere Gewicht vom Rucksack. Ich nehme mir vor heute Abend essen zu gehen!
Bei meinem Rundgang halte ich Ausschau nach einem geeigneten Lokal. Ich kann aber keines finden, bei dem ich schon vor 20 Uhr etwas ordentliches zu essen bekomme. So gehe ich in einen kleinen Supermarkt und kaufe mir Brot, Wurst und Limo. Hat auch gut geschmeckt. Zur Verdauung setze ich mich in den Klostergarten. Schön langsam kommt der Schatten. Ich treffe wieder den alten Mann aus Deutschland mit der Geige.
Nach einigen Liedern und netten Gesprächen gehe ich schlafen. Das wird mir gut tun!
Ich bin schon eine Woche auf dem Camino!
BILDER:
Jak-07-La Picota
Jak-07-Santo Domingo
Sa 23. Juni 07 / 8. Etappe
St. Domingo nach Belorado
Heute stehe ich um 6 Uhr auf. Einige sind schon wieder früher weggegangen! Es sind zwar mehrere Räume; jedoch durch den Raum in dem ich schlafe, muss man auf jeden Fall durch.
Ich gehe ohne Frühstück weg. Um 8:30 bin ich in Granon. Hier kaufe ich mir ein Frühstück. Um 9:10 gehe ich weiter. Etwa um 10:30 bin ich in Redecilla del Camino. Um 12 Uhr wäre ein Bus gefahren. Ich habe sehr große Fußschmerzen! An beiden Füßen Probleme mit dem Halux. Aber so lange will ich nicht warten.
Der Weg bis Belorado verläuft immer neben der Strasse. Schotterig, sandig und heiß! Auf halbem Weg nach Belorado tausche ich die Schuhe gegen die Sandalen. So geht es sich’s besser. In Belorado sehe ich auf einer Kirche Storchennester. Um etwa halb fünf komme ich bei der Herberge an. Sie heißt „Cuatro Cantones“. Sie ist recht schön, sogar einen Pool gibt es. Allerdings ist mir das Wasser zu kalt so verzichte ich auf ein erfrischendes Bad.
Gianna und Co. kommen später auch in diese Herberge. Man begegnet sich immer wieder.
Ich gehe in den Ort hinein. Gleich neben der Kirche ist ein Supermarkt. Hier kaufe ich mir etwas fürs Abendessen und gehe wieder zurück in die Herberge.
Um 20 Uhr ist in der Kirche Gottesdienst . Es sind sehr viele Menschen, hauptsächlich Frauen da. Nach der Messe gibt es in einer Seitenkapelle den Pilgersegen. Der Pfarrer kann ein wenig Deutsch und ich darf die Lesung lesen. Nach dem Gottesdienst gehe ich gleich zurück in die Herberge und leg mich schlafen.
Herberge 5€, Frühstück 2€.
BILDER:
Jak-08-Herberge
Jak-08-Pool
So 24. Juni 07 / 9. Etappe
Belorado nach Agés
Um 5 Uhr werde ich munter. Von meinem Zimmer brechen zwei Frauen auf. Leider sind sie unverschämt laut! So stehe ich auch auf und gehe in die Küche um mir ein Frühstück zu machen. Der Kaffee in der Thermoskanne ist kalt, ebenso die Milch. so nehme ich mir nur ein Stück Brot mit Marmelade – schade! Heute habe ich mich auf etwas warmes gefreut!
Bevor ich von der Herberge weggehe, mache ich noch ein paar Fotos von der Herberge (Straßenseite). Es ist noch dunkel aber andere Leute der Stadt sind auch schon auf. Um halb sechs Uhr gehe ich von der Herberge weg. Ich überquere den Fluss Tirón. Zuerst komme ich durch Tosantos. Um etwa halb neun bin ich in Villafranca Mortes de Oca (974m hoch). Hier treffe ich wieder einige bekannte Gesichter. Nach einer kurzen Rast bis etwa 9 Uhr gehe ich weiter. Von Villafranca geht es auf und ab bis auf etwa 1150m. Der Weg ist unterschiedlich. Vielfach hat er jedoch eine sandige, grausige Piste. Mit viel Fotografieren (hauptsächlich Bäume und Pflanzen) komme ich, durchgehend bis San Juan de Ortega (1000m). Um halb zwei bin ich da! Die Herberge gefällt mir überhaupt nicht. Außerdem sind viel zu viele Menschen da. So gehe ich dann noch 4 km weiter bis Argés – Herberge San Rafael. Um etwa halb zwei Uhr bin ich dort. Die Herberge ist neu, sehr gepflegt und gut ausgestattet. Allerdings sind zur Zeit nur 3 Pilger hier. Ich habe Zeit zum Duschen, zum Rucksack aufräumen und zum Relaxen. In der Gaststube kaufe ich mir Tee und Apfelkuchen. Leider ist der Kuchen sehr trocken. Es kommen noch ein paar Leute, mit denen kann ich mit unterhalten – es waren Deutsche.
Zum Abendessen kommen einige Pilger von San Juan de Ortega. Es gibt ein Menü: Gemüsesuppe, Stierfleisch mit Erbsen und rotem Paprika, Dosenobst. Es ist sehr gut gekocht und preiswert.
Mit meinen Schuhen bzw. Füßen wird es immer schlimmer. In Burgos werde ich mir neue Schuhe kaufen, sonst schaffe ich den Weg nicht.
Der Herbergsvater nimmt mich nächsten Tag mit dem Auto ein Stück in Richtung Burgos mit.
BILD:
Jak-09-Erika
Mo 25. Juni 07 / 10. Etappe
Agés nach Burgos
Um 7 Uhr Tagwache. Das Wetter ist kalt, trüb und windig. Gegen Mittag wird es sonnig und schöner, der Wind bleibt. Mit dem Wirt und einer Frau fahre ich bis zum Anfang des Industriegebietes von Burgos. Zu Fuß gehe ich weiter nach Burgos. Frage mich zum Postamt durch. Hier besorge ich mir einen Karton und gebe meine Wanderschuhe nach Santiago auf. Danach gehe ich in die Stadt. Es gibt eine Art Festwoche – massenhaft Leute, offensichtlich Eröffnungstag. Fürs erste gehe ich die Stadt durch. An der Kathedrale vorbei bis zur Herberge, die etwas außerhalb am anderen Flussufer ist. Eine lange Baracke. Nicht sehr einladend, aber was soll’s, man muss das Beste daraus machen. Zuerst reserviere ich mir ein Bett, dann verstaue meinen Rucksack. Mit meiner kleinen Umhängetasche und dem Fotoapparat gehe ich wieder zurück in die Stadt. Ich besichtige die Kathedrale und auch das dazugehörige Museum. Es ist alles sehr weitläufig und groß. Ich muss mir bis etwa 18 Uhr die Zeit vertreiben. Endlich sperrt an diesem Festtag das einzige Sportgeschäft auf. Ich kaufe mir bequeme, passende Schuhe und einen Stock. Anschließend gehe ich zurück in die Herberge. Es gibt nur kaltes Abendessen. Von dem vielen Herumlaufen bin ich müde und gehe schlafen. Es ist ohnedies schon neun Uhr abends!
BILDER:
Jak-10-Burgos-Kathedrale
- Inschrift oben: "Pulcra es et decora"
"Nur das Unzulängliche bedarf der lauten Worte. Alle wahre Kultur spricht leise zu uns". (Hans Margolius)
Jak-10-KathedraleTor
Jak-10-El-Cid1
und Jak-10-El-Cid2
Ein wichtiger Bürger der Stadt - Volksheld und Räuberhauptmann
Di 26. Juni 07 / 11. Etappe
Burgos nach Hontanas
Um sechs Uhr stehe ich auf und gehe um halb sieben Uhr aus der Herberge. Um dreiviertel acht Uhr bin ich in Tadarjos. Hier mache ich kurz Rast. Schnüre die Schuhe neu und es geht wieder weiter.
Mit den neuen Schuhen geht es gut! Um viertel zehn bin ich in Rabe de las Calzadas und schon um halb zwölf in Hornillos del Camino. Eigentlich wollte ich hier übernachten. Es ist jedoch viel zu früh und schon aufzuhören.. So gehe ich die 10,5 km weiter nach Hontanas. Nach einiger Zeit tausche ich die neuen Schuhe gegen die Sandalen! Sind doch noch gewöhnungsbedürftig. Um halb vier Uhr bin ich in Hontanas – und habe 30 km! geschafft.
Ich übernachte in der Herberge „El Puntido“.
BILD:
Jak-11-Hontanas
Mi 27. Juni 07 / 12. Etappe
Hontanas nach Boadilla del Camino
Um sechs Uhr stehe ich auf und frühstücke in der Herberge – einmal etwas Neues! Um halb sieben Uhr gehe ich weg. Um etwa zwanzig nach sieben komme ich zum Kloster San Antón – das war früher eine Leprastation. Nach einigen Fotos gehe ich wieder weiter.
Gegen halb neun Uhr bin ich in Castrojeriz (Drudenfuß). Trinke Tee mit Orangenjuice und mache mich um neun Uhr wieder auf den Weg. Die Gegend ist unterschiedlich – aber SCHÖN!
Vor dem Aufstieg zu einem Pass muss ich den Akku von meinem Fotoapparat wechseln.
Aufstieg zum Tafelberg 1,7 km gegen 9:50, um 10:15 war ich oben am Pass. Es ist mir wunderbar gegangen. Zwischen 10:15 und 10:30 habe ich Rast bei der Wasserstelle gemacht, Wasser nachgefüllt - „Fuente el Piojo“.
Der Weg geht jetzt ziemlich steil bergab und führt weiter nach San Nicolás, Pilgerherberge. Da wollte ich bleiben: früher war es das Pilgerhospiz der Malteser. Jetzt betreut es die Jakobsbruderschaft Perugia (Italien). Es wurde auch restauriert. Vor dem Abendessen wird den Pilgern ein Fuß gewaschen. Zur Erinnerung an die „Fußwaschung“. Die Herberge ist jedoch geschlossen, und bis 15 Uhr will ich nicht warten. Ich gehe weiter nach Itero de la Vega. Unterwegs sehe ich wieder Steinmännchen. Bei einer kurzen Rast tausche ich die Schuhe gegen meine Sandalen. Von da geht es noch 8 km weiter nach Boadilla del Camino.
Der Weg führt durch die sogenannte Tierra de Campos. Es gibt mehrere Taubenhäuser aus ungebranntem Lehm zu sehen. Vor der Herberge „Maison de Campagne“ bzw. zwischen Herberge und Kirche steht ein gotischer Pranger aus dem 16. Jh. Er ist reich dekoriert mit Jakobsmuscheln. War um 15:30 bei der Herberge. Gott sei Dank habe ich ein Bett bekommen. Nach dem Duschen habe ich Wäsche gewaschen und im Garten aufgehängt. Es war noch so warm, dass ich meine Beine im Pool abkühlte.
In der Herberge habe ich ein gutes Abendessen genossen.
Tagespensum 30 km.
BILDER:
Jak-12-SanNicolas
Jak-12-Steinmännchen
Do 28. Juni 07 / 13. Etappe
Boadilla nach Carrión de los Condes
Um 6 Uhr aufgestanden, Frühstück in der Herberge, 7 Uhr weggegangen. Am Canal de Castille entlang ist es wunderschön zu gehen. Um 8:15 bin ich in Frómista. Bereits um 9:15 in Población de Campos und um 10:30 in Villovieco – die letzte halbe Stunde begleitet von einem Froschkonzert. Es geht weiter nach Villarmentero, es ist jetzt 11Uhr. Rast bis 11:20. Heiß und langweilig. Wenig Abwechslung. Um 13:45 komme ich bei der Herberge in Carrión de los Condes (Kloster Santa Clara) an.
Vor der Abendmesse singen wir mit den Schwestern, mit Gitarrebegleitung und Trommel. Der Gottesdienst ist in der schönen Kirche. Anschließend gibt uns der Pfarrer den Pilgersegen. Sehr schön gestaltet: Gebet, Feuer, Weihwasser, Segen.
Um 21 Uhr singen wir nochmals mit den Schwestern, allerdings nicht lange. Sie teilen Gebete aus und segnen uns nochmals. Sind ganz liebe!
BILDER:
Jak-13-CanalCastille1
"Öffne dich der Natur, und du entdeckst dich als Teil des Ganzen". (Hannelore Boden)
Jak-13-CanalCastille2
Jak-13-FromistaDetail
Jak-13-CarrionSchwestern
Fr 29. Juni 07 / 14. Etappe
Carrión nach Sahagún
Heute habe bis ½ 7 geschlafen. Nach der Morgentoilette packe ich den Rucksack und gehe aus der Herberge. An der Ecke ist ein Café, dort frühstücke ich. Der Weg nach Sahagún führt streckenweise neben der Strasse, es ist heiß und langweilig, die Tierra de Campos. Um etwa 14:30bin ich in Sahagún. Ich gehe gleich in die erste Herberge. Sie schaut etwas orientalisch aus. Der Raum ist riesengroß, mit Unterteilungen und es ist angenehm kühl. Nachdem ich meinen Obolus bezahlt habe und ich erfrischt bin gehe ich in die Stadt. Es ist sehr menschenleer und ruhig. Zum meinem Glück finde ich zu etwas ähnliches wie eine Konditorei. Ich kaufe mir heiße Schokolade und einen Apfelkuchen. Dann bin ich auf der Suche nach einem Supermarkt und etwas fürs Abendessen zu bekommen. Interessant sind in Sahagún die roten Kirchen. Besonders San Lorenzo. Leider komme ich nicht hinein. Es ist eine romanische Kirche im Mudéjar-Stil. Fotografiert.
BILD:
Jak-14-SahagunHerberge
Sa 30. Juni 07 / 15. Etappe
Sahagún nach El Burgo Ranero
Stehe kapp vor 7 Uhr auf, zusammenpacken und etwas vor 8 Uhr aus der Herberge. Das Wetter ist schön, und es geht einstweilen kein Wind. Bei der Lorenzokirche ist der Akku leer, ich tausche ihn zum 3. Mal.
Um viertel vor 10 Uhr bin ich in Bercianos del Real Camino. Weiter geht bis El Burgo Ranero. Die ganze Strecke gehe ich allein. Nur etwa 10 Radfahrer fahren im Laufe der Zeit an mir vorbei. Mit einer Rast bin ich gegen 12 Uhr in El Burgo Ranero. Erst dann im Ort haben mich zwei Pilger eingeholt; ich kann es nicht fassen, sonst ging ich wirklich allein. Die Herberge sperrt erst um 13 Uhr auf. In der Zwischenzeit kaufe ich mir Orangensaft und Wasser gegenüber der Herberge in einem kleinen Geschäft, wo man fast alles bekommt. Ein richtiger Tante Emmaladen.
Anfangs gibt es in der Herberge kein Wasser. Gott sei Dank, nach einer Stunde funktionierte wieder alles. In der Zwischenzeit kaufe ich aus lauter Verzweiflung Obst und Orangensaft wegen der Vitamine. Mit Wäsche waschen, duschen und relaxen vergeht die Zeit.
Am Abend gehe ich essen: Tortilla mit Thunfisch in einem Sandwich, dazu ein kleines Guinness! Nachher fotografiere ich noch ein wenig und treffe einige Bekannte. Früh ins Bett.
So 1. Juli 07 / 16. Etappe
El Burgo nach Mansilla de las Mulas / León
6 Uhr aufstehen, 6 :50 aus der Herberge. Der Weg ist schön zu gehen. Auch wieder ziemlich allein. Ein, zwei „Schnellgeher“ überholen mich. Um 9:45 bin ich in Religos. Ich gehe den Weg weiter nach Mansillas. Bin um 11 Uhr da. Was tun? Die Herberge ist geschlossen. Es schaut auch nicht besonders schön aus, mit einem Wort: mir gefällt es nicht. Allerdings habe ich schon 20 km hinter mir. So beschließe ich mit dem Bus zu fahren – nach León! Leider fährt der Bus erst um 17:50. So bleibe ich am Busbahnhof und erledige meine Post etc. mit dem Internet. Der Autobus nach León kostet € 1,35.
In León angekommen finde ich ohne Markierung auf Anhieb den Weg zur Herberge. Diese ist ein Tel des Klosters der Benediktinerinnen. Um 19 Uhr ist Vesper, um 22 Uhr Komplet und Pilgersegen. Es sind ca. 30 Pilger dabei. Der Gesang der Nonnen ist sehr schön. Der Segen dagegen schwach!
BILD:
Jak-16-Landwirtschaft
Mo 2. Juli 07 / 17. Etappe
Rasttag in León
6:30 Uhr aufstehen, 7 Uhr Frühstück. Meinen Rucksack lasse ich in der Herberge. Dann spaziere ich in die Stadt. In der Kathedrale, in einer Seitenkapelle kann ich mit deutscher Pilgergruppe die Hl. Messe feiern. (Maria Heimsuchung). Gegen 12 gehe ich zurück ins Kloster. Ich habe ein Zimmer mit 2 Betten für mich allein. Ich wasche meine Wäsche, mache mich frisch und gehe wieder in die Stadt. Auf einem großen Rundgang sehe ich Teile der alten Stadtmauer, besuche das Juwel: Kloster San Isidor und vieles andere mehr. Ich nehme mir Zeit und schreibe Ingolf einen Brief, den ich auf dem Postamt aufgebe. einige Papiersachen für zu Hause schicke ich auch gleich mit. Zur Vesper gehe ich rechzeitig zurück ins Kloster. Anschließe leiste ich mir ein nettes Abendessen in einem kleinen Restaurant. Nach der Komplet gehe ich schlafen.
BILDER:
Jak-17-Kathedrale
Jak-17-Stadtmauer
Jak-17-Löwe
"Leon" hat zwar den Löwen im Wappen, ist aber nach "Legion" benannt (war einst ein Legionslager)
Di 3. Juli 07 / 18. Etappe
Bus von León nach Astorga / Rabanal del Camino
Ich stehe wieder vor 7 Uhr auf. Im Kloster selber ist es noch zu früh für ein Frühstück, so gehe ich hinüber in die Herberge, um zu einem Frühstück zu kommen. Dann mache ich mich auf den Weg zum Busbahnhof. Hier treffe ich wieder einige Bekannte. Es fahren doch mehrere mit dem Bus nach Astorga. Der Weg nach Astorga soll nicht gut und schön sein. Zuviel Strasse. Der Bus fährt um 8:30 in León ab und ist um 9:25 in Astorga.
Kathedrale besichtigt und fotografiert. In der Herberge Stempel geholt. Um 10:15 weiter.
11:10 in Murias de Rechivaldo. 11:55 an der Kreuzung in Richtung Santa Catalina 1,5 km; Pause zwischen 12:20 und 12:45. Weiter Richtung Ganso (5 km). Um 14 Uhr haben mich Gianna &Co überholt und gleich darauf sind sie in ein Cafe. Um ½ 2 war ich in Ganso. Um ½ 3 haben mich die beiden wieder überholt. Um ½ 4 war ich in Rabanal, in der Herberge der Benediktiner bei der Kirche. Haben zu dritt in einem 4-Bettzimmer geschlafen. War in der Vesper und in der Komplet. Sehr schön. 3 Benediktiner, einer kann sehr gut Deutsch.
Nachmittags hat es geregnet, und am Abend noch einmal. Hat mich aber nicht gestört. Mit einer deutschen Familie (Sohn 11 Jahre) nett geplaudert.
BILDER:
Jak-18-Astorga-Bischofspalast
Jak-18-vorGanso
Jak-18-RabanalHerberge
Mi 4. Juli 07 / 19. Etappe
Rabanal nach Molinaseca
Um 6:15 aufgestanden, Frühstück in der Herberge. Kein Regen! Noch etwas bedeckt, bzw. Hochnebel. Zum Teil starker Gegenwind. Um 8:25 war ich in Foncebadón und um 9:40 in Manjarín. Vorbei am Cruz de Ferro. Um 11:10 habe ich bis 11:30 Pause gemacht. Um 12:05 war ich in El Acebo. Mittagsrast bis 12:40. Dann weiter bis Riego de Ambrós – 13:10, dann weiter nach Molinaseca. Kurz nach 15 Uhr in der Herberge (ca. 1 km außerhalb).
Der Weg von Riego ging ziemlich steil bergab. Wetter ab 9 / ½ 10 wieder schön und sonnig.
In der Herberge Wäsche gewaschen, Akku geladen. Abendessen erst um 20 Uhr, dafür sehr gut und ausgiebig.
BILDER:
Jak-19-Manjarin
"Wenn der Weg unendlich scheint und plötzlich nichts mehr gehen will, wie du es wünschst — gerade dann darfst du nicht zaudern". (Dag Hammarskjöld)
Jak-19-CruzFerro
Jak-19-steilerWeg
Do 5. Juli 07 / 20. Etappe
Molinaseca nach Cacabelos
Um 6:30 h aufgestanden, anschließend Frühstück. In der Früh war es kühl, aber sonnig. Um 8 Uhr war ich in Campo, und um 8:30 in Ponferrada. Leider wird die Templerburg renoviert, und auch sonst war alles zugesperrt. Zu früh! So bin ich um 9:30 aus Ponferrada draußen gewesen. Hätte fast den falschen Weg gewählt. Eine Frau ist mir und noch zwei anderen nachgelaufen und hat uns den richtigen Weg gezeigt.
Pausen von 10:15 bis 10:50 und von 11:35 bis 11:50.
Um 14:30 h war ich in der Herberge nach der Brücke von Cacabelos. Die Frau von der deutschen Familie ist bei mir in der Schlafkabine. Geduscht, Wäsche gewaschen, e-Mails geschrieben. Etwa um 17 Uhr in den Ort gegangen, fotografiert, Essen eingekauft. Ca. um 18 Uhr gegessen, danach die Kirche bei der Herberge angesehen. Mit der Familie geplauscht, Blasen versorgt 8 (keine eigenen – habe keine!). Ca. 20:30 h schlafen gegangen.
BILDER:
Jak-20-Ponferrada-Burg
Jak-20-Weinpresse
- 18/19. Jh., Cacabelos
Jak-20-CacabelosHerberge
- Wäsche waschen
Fr 6. Juli 07 / 21. Etappe
Cacabelos nach Vega del Valcarces
6:30 h aufgestanden, knapp vor 7 raus. Um 9 Uhr war ich in Villafranca de Bierzo. Habe mir Frühstück gekauft. Weiter um 9:40. Im Ort Karten aufgegeben und fotografiert. Gegen 10 Uhr war ich in Perejó. 10 Minuten Pause.
Dann zog sich der Weg neben der Strasse. Sehr sonnig, heiß!
In Trabadelo war ich um 12 Uhr. Bei Carmen eingekauft: Banane, Orange, Wasser. Weiter bis Vega. Um 15 Uhr in der Herberge. Für Abendessen eingekauft.
Sa 7. Juli 07 / 22. Etappe
Vega nach Hospital da Condesa
6 Uhr aufgestanden, 6:20 weggegangen. In Herreros ist ein romanischer Brunnen (leider kein Foto möglich). 8:20 in La Faba (Stempel). 1 km vor La Faba sehr steil und teilweise matschig. Unterwegs gefrühstückt, um 8:35 weiter. Später Klopause, Socken gerichtet. 9 Uhr weiter. 10:35 in O Cebreiro. Kirche usw. angeschaut. Um 11:30 weg von O Cebreiro.
Um 13 Uhr in Hospital da Condesa. Herberge ganz einfach. Zum Abendessen ein Käsesandwich, Cola und Eis.
BILD:
Jak-22-OCebreiroKirche
So 8. Juli 07 / 23. Etappe
Hospital de Condesa nach Triacastela
Um 6 Uhr munter geworden – Lärm! Ca. ½ 7 Uhr weggegangen. Noch finster! Wetter leicht windig, nebelig, kühler als die Tage vorher. Bei km 137 um 8:45 bei Überquerung der Straße gestürzt, Knie verletzt. Um ¾ 11 in Triacastela. Wollte nicht mehr weitergehen.
Am Spielplatz Mittag gegessen, dann in Herberge, duschen und Knie versorgt. In den Ort gegangen. Um 16 Uhr zu Abend gegessen. Neuen Pilgerausweis gekauft (2 €). In Gottesdienst gewesen: ca. 40 Leute; ich habe Pilgersegen auf deutsch gelesen. Die deutsche Familie wieder getroffen. Um 21 Uhr noch mit Ingolf telefoniert.
Jetzt ist es 21:15; ich versuche zu schlafen.
Mo 9. Juli 07 / 24. Etappe
Triacastela nach Sarría
6 Uhr aufgestanden, ½ 7 weggegangen. Finster, Wetter noch undefinierbar, wolkig, leicht windig, kühl. Bin von Triacastela nach Sarria gegangen. Um 10 Uhr Frühstück in Pintin / Casa Sines. In Sarria war ich um ½ 12, in der Herberge um ca. 12:15.
Nachdem ich meinen Platz hatte, bin ich in die Apotheke gegangen (Salbe, Kompressen). Panik wegen Geld – alles paletti, noch ca. 50€.
BILDER:
Jak-24-vorSarria
"Manchmal ist es das Unscheinbare, durch das wir das Wesentliche erfahren". (Brigitte Theilen)
Jak-24-SarriaKirche
"Wenig Philosophie entfernt von der Religion, viel Philosophie führt zu ihr zurück". (Francis Bacon)
Di 10. Juli 07 / 25. Etappe
Sarría nach Portomarin
6 Uhr aufgestanden, ½ 7 aufgebrochen von Sarria. Um ½ 8 war ich in Barbadello. 15 Minuten Rast. 9:50 in Ferreiros (bei km 98,5), um 12:30 in der Herberge in Portomarin. Der Weg war ein Auf und Ab, das Wetter anfangs sehr bewölkt, sah nach Regen aus. Später ist es sonnig und heiß geworden. Die Herberge hat einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss, der fast wie ein See aussieht (Salzkammergut). Wäsche gewaschen, e-Mails geschrieben an Kinder wegen Termin. War dann im Ort, Kathedrale besichtigt, Bekannte getroffen, fürs Abendessen eingekauft, Karten geschrieben, Ingolf genervt. Schlafen 21 Uhr.
BILDER:
Jak-25-Weg
Jak-25-jetzt-wirds-ernst
Jak-25-AusblickvonHerberge
Jak-25-PortomarinKathedrale
Mi 11. Juli 07 / 26. Etappe
Portomarin nach Palas de Rei
6 Uhr aufgestanden, ½ 7 weg von Portomarin. Wolkig, nebelig, anfangs nieselt es. Um 8:40 in Gonzar. Der Weg geht ziemlich steil bergauf, dann auch wieder steil bergab. Pause bis um 9:05. Um 10 Uhr in Hospital da Cruz, 11:30 in Airexe. Und um 13:30 in Palas de Rei. Herberge Municipal, 5€. Suppe gegessen, mit Ingi telefoniert. Anschließend diverse e-Mails geschickt. Abendessen kalt. Kirche angesehen, Stempel geholt.
BILD:
Jak-26-Pilgerherberge
Do 12. Juli 07 / 27. Etappe
Palas de Rei nach Ribadiso
6 Uhr auf, ½ 7 Uhr ab. Es war noch dunkel, wird jedoch rasch hell. In Casanova war ich um 8 Uhr. Es gab aber nichts zum Frühstücken. Schön zu gehen. Weiter bis O Coto – ½ 9. Bei den „Die 2 Deutschen“ Frühstück gekauft. Tee, frischer Orangensaft und ein riesiges Stück Zitronenkuchen, der aber trocken war – 4€, stolzer Preis!
Um 9 Uhr weiter gegangen. Um 10 Uhr war ich in Furelos. Die Kirche war offen, also ging ich hinein. Ein alter Pfarrer, aber lieb. Hat mir die Kirche auf Spanisch erklärt. Habe wenig verstanden, aber es gibt dort ein besonderes Kreuz, siehe Foto (Christus hat den rechten Arm zur Erde weisend).
Um 10:15 wieder weiter. Es wird sehr heiß, besonders im Wald ist die Luft heiß. Weiter im ständigen Auf und Ab, manchmal ziemlich steil, sowohl auf- wie auch abwärts. Der Weg bis Ribadiso zieht sich. Um 14:15 habe ich es geschafft. Die Herberge ist an einem Fluss. Ich gehe jedoch nicht einmal mit meinen Füßen ins Wasser. Nach Duschen, Rucksack ausräumen, nasse Wäsche aufhängen eine Jause gegönnt. In der Zwischenzeit Handy aufgeladen. Weiß nicht, wieso es leer war.
Hab mich hingelegt. Um etwa 5 Uhr Ingolf angerufen wegen Reservierung in Santiago. Werden ja sehen. So wie es jetzt ausschaut, komme ich am Samstag, 14. Juli, nach Santiago, so gegen 14, 15 Uhr.
Übernachten – San Lazaro.
Fr 13. Juli 07 / 28. Etappe
Ribadiso nach Pedrouzo
Wie üblich um ½ 7 Uhr weg. Sehr nebelig, aber nicht kalt. Um 7:15 war ich in Arzúa. Hab dort gefrühstückt. Um 7:45 weiter. 10:15 in Boavista und um 10:45 in Salceda. Der Nebel ist noch nicht besser geworden. Regenjacke angezogen und Rucksackschutz draufgegeben. Um ½ 12 war ich in Ras. Bei Brunnen ½ Stunde Rast. Die Sonne kommt heraus, und es wird schön. Um 14:30 in der Herberge von Pedrouzo! Nach einem Umweg von ¾ Stunden. Ein Oberschlauer hat nicht nur mir eine falsche Auskunft gegeben. Wir sind unnötigerweise über den Berg gegangen und mussten wieder retour, praktisch zum Ausgangspunkt. Die Herberge ist voll. Sämtliche Jugendgruppen oder Organisationen, die ich schon öfters auf dem Weg getroffen hatte, sind hier. Die späte Ankunft hatte aber auch einen Vorteil: ich habe im Erdgeschoss einen Platz bekommen. Allerdings war um diese Zeit auch Siesta – alles geschlossen! Später in ein Cafe: heiße Schokolade und Kuchen; das war Mittagessen und Jause in einem. Um ½ 6 war ich einkaufen: O-Saft und etwas Schinken. Hatte noch Zwieback und Eckerlkäse. Das war mein Abendessen. In der Apotheke neue Wundkompressen und Pflaster gekauft. Morgen bin ich in Santiago!
Sa 14. Juli 07 / 29. Etappe
Pedrouzo nach Santiago de Compostela
In der Herberge war es sehr früh unruhig. Bin daher ebenfalls aufgestanden und bin um 6 Uhr weg. Da es noch so finster war, ging ich auf der Straße (den Weg über den Berge kannte ich ja von gestern). Nach dem Dorf Amenal kam ich wieder auf den Jakobsweg. War schon um 9:30 in Monte do Gozo. Nach ½ km war ich auf dem „Berg der Freude“, was Monte do Gozo heißt. Dann habe ich allerdings 2 Stunden gebraucht, bis ich tatsächlich in Santiago / Pilgerbüro gewesen bin. Im Pilgerbüro mehr als ½ Stunde auf die „Compostela“ gewartet. Bin dann mit dem Bus #6 den Weg wieder zurückgefahren nach San Lazaro in die Herberge. Die ist nämlich am Fuß des Monte do Gozo. Herberge neu, sehr sauber, viel Platz, ruhig, kaum Leute in der Herberge. Wetter: nebelig, zwischendurch etwas Regen, dann sonnig, heiß (April). Für die Pilgermesse war es schon zu spät. Stadtbesichtigung ohne Rucksack. Viel hatsch!
BILDER:
Jak-29-MonteGozo
Jak-29-SantiagoPilgerbüro
- die Koreanerin Suy auf dem Europa-Trip
Jak-29-SantiagoHerberge
So 15. Juli 07 / 30. Tag
Santiago de Compostela
Nach 8 Uhr aufgestanden. Mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wetter: noch stark bewölkt, doch kein Regen. Diverses fotografiert, und rechtzeitig für den Gottesdienst in die Kathedrale gegangen. Guter Platz, Richtung Altar, 1. Reihe rechts. Vor dem Gottesdienst wurden die Namen der neu angekommenen Pilger (vom Vortag) genannt; mein Name war auch dabei – die einzige Genannte aus Österreich. Der Gottesdienst war sehr schön, nur das Weihrauchfass wurde nicht geschwungen. Nachher einige Bekannte getroffen, auch Justine aus Deutschland. Ist mit mir nach San Lazaro; sie hatte noch keine Unterkunft. nachmittags wieder in die Stadt, fotografiert, Karten geschrieben. Sehr sonnig und heiß.
BILDER:
Jak-30-Santiago-Kathedrale
von ferne
Jak-30-SantiagoKathedrale
"Lassen wir uns vom Geist Gottes in die Tiefe führen, dann können wir voll Zuversicht in die Zukunft gehen". (Friedrich Wetter)
Jak-30-Löwe
- hier stecken die "Profi"-Pilger ihre Hand hinein
Jak-30-da-is-er-ja
- nämlich der hl. Jakobus der ältere
Jak-30-Jakobus-Detail
Jak-30-Pilgergottesdienst
Jak-30-Weihrauchfass
Mo 16. Juli 07 / 31. Tag
Santiago de Compostela
Auch wieder um 8 Uhr aufgestanden. Bin mit Justine in ein Einkaufszentrum – grausiger Kasten. Aber es gab dort Internet. Dann wieder in die Stadt. Ich bin noch einmal in den Pilgergottesdienst gegangen. War nicht so schön wie am Sonntag (am Sonntag waren viele Mit-Zelebranten, wo ich die meisten persönlich gekannt habe). In der Stadt flaniert, fotografiert, eingekauft und zu guter Letzt zu Abend gegessen.
In der Herberge Rucksack gepackt. Um 22 Uhr schlafen gegangen.
PS: Ich glaubte, meine Aufzeichnungen verloren zu haben. Bin deshalb noch zweimal in die Stadt hin und zurück, einmal über den Grausigen Kasten. Hab auch eine Frau, die gut Deutsch kann, angerufen, damit sie mir hilft. Alles für die Katz – die Aufzeichnungen waren in der Herberge im Spind!
Di 17. Juli 07 / 32. Tag
Fahrt nach Finisterre
Um 7 Uhr aufgestanden, Bett abgezogen und Bettwäsche, Handtücher etc. in die Rezeption gebracht. Fertig gepackt und mich von Justine verabschiedet (fliegt nach Hause), und zum Bus gegangen. 8:10 ist der Bus gekommen. Bis in die Nähe vom Busbahnhof gefahren. Hin- und Rückfahrkarte nach Finisterre gekauft (21,40€). Bus etwa 9:50 abgefahren. Waren um 12:30 in Finisterre.
Ich habe ein Frau nach dem Hostal Rivas gefragt. Sie redet auf mich ein, signalisiert, dass sie sich auskennt. Ich gehe mit ihr mit. Wir gehen in ein Haus. Im 1.Stock öffnet sie ein Zimmer mit 2 Betten. Ich frage nochmals nach, ob dies das Hostal Rivas ist – „Si, si!“ Ich frage nach dem Preis – „Si, si!“ und ich gebe ihr 50€. Sie will mir das Badezimmer zeigen, und ich sehe in der Küche noch andere Pilger. Es ist mir alles komisch vorgekommen. So habe ich die Pilger gefragt: „Ist dies das Hostal Rivas?“ Einer konnte etwas Deutsch, und es stellte sich heraus, dass ich noch jemand anderen (den Hausbesitzer) fragen hätte müssen, ob ich da übernachten kann. Ich bin sehr böse geworden, hab sofort das Geld zurückverlangt – zum Glück waren so viele Zeugen da – und bin gegangen. Ich musste wieder jemanden fragen und habe diesmal die richtige Auskunft bekommen.
Meinen Rucksack in der richtigen Herberge ins Zimmer gestellt, zugesperrt und zum Hafen gegangen. Mir fürs Mittagessen etwas eingekauft: Obst, Brot und Wasser. Am Nachmittag bin ich zum Kap gegangen. Leider kann man nur auf der Straße gehen. Am Aussichtspunkt angekommen – tolle Aussicht! auf viel Wasser. Trotzdem eindrucksvoll ... Leuchtturm, Felsen usw. Hab ein Foto von mir am Kap. Wieder zurück ins Quartier, geduscht, Wäsche gewaschen, Knie frisch verbunden. Habe ein Cafe mit Internet gefunden, an Ingolf und Lisa e-Mail geschickt, mit Monika, Sophie und Henrik telefoniert, später noch mit Ingolf.
20:35: Ich sitze in einem Beisel und warte auf mein Essen. Blick auf Hafen. Das Essen war gut, Preis normal – aber viel zu spät gegessen. Habe nicht gut geschlafen.
BILDER:
Jak-32-Hafen
Jak-32-km00
- "Finis terrae" = das Ende der Welt
Jak-32-Aussichtspunkt
Jak-32-nochmalsHafen
Mi 18. Juli 07 / 33. Tag
Finisterre
Erst nach 8 Uhr munter geworden. Bin gegen 9 Uhr hinuntergegangen und habe gefrühstückt. Heute bin ich in die andere Richtung gegangen. Etwa 3 km neben einem herrlichen Strand wollte ich auf die höchste Erhebung von Finisterre gehen. Als ich am Ende des Strandstückes war, kamen so schwarze Wolken, dass ich beschloss umzukehren. Bin jedoch zum Strand an den Wasserrand hinunter, hab meine Schuhe ausgezogen und bin die 3 km barfuss im Wasser zurückgegangen. Es war traumhaft. Habe schöne Muscheln gefunden und viele Fotos gemacht. Für Mittag im Supermarkt etwas eingekauft. Am Nachmittag Stadt und Hafen. Früh, wenig gegessen. Mit Ingolf telefoniert. Rucksack gepackt und früh schlafen gegangen.
BILD:
Jak-33-Finisterre
"Der Glaube hat nicht nur den Sinn, sondern auch die Freude in die Welt gebracht". (Paul Claudel)
Do 19. Juli 07 / 34. Tag
Fahrt von Finisterre nach Santiago
Nicht gut geschlafen. Um ¼ 8 munter geworden und spontan beschlossen, mit dem Bus um 7:50 zu fahren. Gewaschen, angezogen – Rucksack war fertig – Rest in die Tasche, und ab die Post! Das Wetter ist trüb, regnerisch und kühl – die richtige Zeit zum Aufbruch! Mit dem Bus retour nach Santiago/Busbahnhof. Von dort mit dem Flughafenbus zum Flughafen beim Monte do Gozo.
Im Flughafengebäude ist es wenigstens nicht windig und kalt.
Flug zurück. Ich freue mich schon auf zu Hause.
































